Indikationen
Generell
Chronische Gelenkerkrankungen
Chronische Schmerzpatienten
Postoperative Rehabilitation
Wirbelsäulenerkrankungen, Lähmungen
Aufbautraining in der Wachstumsphase
Der alte Hund
Leistungshunde
Generell
- - Bandscheibenvorfall („Dackellähme“)
- - Kreuzbandriss
- - Hüftdysplasie
- - Ellbogendysplasie
- - Zehengelenksarthrosen
- - gezielte Mobilisation von Gliedmaßen nach Gelenkversteifungen
- - Rehabilitation nach
- -orthopädischen Operationen
- -Unfällen
- -neurochirugischen Eingriffen (z.B. Bandscheibenoperationen)
- - Schmerzen und eingeschränkte Funktion bei Gelenken
- - Muskelatrophie
- - Muskelverkürzungen
- - Sehnenentzündungen
- - Muskelverspannungen
- - Blockierungen (Wirbel, Kreuz-Darmbeingelenk, etc.)
- - Nervenquetschungen (Plexus brachialis, Radialis, Fibularis, Ischiadicus etc.)
- - Altersbedingte Erkrankungen
- -Arthrosen
- -Muskelschwäche
- -degenerative Myelopathie
- -cauda equina Kompressionssyndrom (auch bei jüngeren Hunden!)
- -Erhalten von Kraft und Koordination durch regelmäßiges Unterwassertraining
- - schmerzhafte Zustände am Bewegungsapparat
- - Begleitung wachsender Junghunde
- - Betreuung von Sporthunden zur Leistungssteigerung
- - gezielter Muskelaufbau bei Gangbildstörungen
- - Begleitmaßnahme zur Gewichtsreduktion
- - Schmerzen im Wirbelsäulen- und Kreuzbeinbereich bei älteren Katzen
- - Kippfenstersyndrom der Katze
- - Infektionskrankheiten (Neospora, Tetanus etc.)
- - Stoffwechselerkrankungen begleitend (Diabetes, Hypothyreose, etc.)
- - Störungen des Lymphabflusses
… oder einfach nur zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens!!!
Chronische Gelenkerkrankungen
Falsche Belastung und Bewegungsschmerzen führen bei Patienten mit chronischen Gelenkerkrankungen oft zu einem Abbau der Muskulatur, zu zunehmendem Gelenkverschleiß und Bewegungseinschränkungen. Gezieltes Aufbautraining kombiniert mit Schmerztherapie kann hier eine deutliche Besserung herbeiführen und die Lebensqualität betroffener Patienten erheblich verbessern.
Kälte und Nässe wird von den meisten Patienten Hunden nicht gut vertragen. Ein warmer, zugfreier Ruheplatz, Aufwärmübungen vor dem Spaziergang sowie eine Regendecke bei schlechter Witterung sind hilfreich.
Chronische Schmerzpatienten
Viele Veränderungen im Verhalten können Anzeichen für Schmerzen oder Krankheiten Ihres Hundes sein Dies gilt auch bei jüngeren Tieren!
Schmerzen und Leiden zu vermindern ist ein wichtiges Ziel aller tierärztlichen Bemühungen. Die Physiotherapie ist Bestandteil der integrierten Schmerztherapie. Der Einsatz von Analgetika kann in vielen Fällen reduziert werden.
Postoperative Rehabilitation
Der Erfolg einer Operation an Knochen, Bändern Nervensystem und Bandscheiben hängt vom Verlauf der Operation selbst sowie in großem Maße auch von der postoperativen Rehabilitation ab. So kann in manchen Fällen die Heilungsphase verkürzt und die optimale Wiederherstellung der Bewegungsfunktionen gewährleistet werden. Vor und nach Operationen wird die Muskulatur aufgebaut, die Gelenkbeweglichkeit erhalten/ verbessert und der Bewegungsablauf trainiert.
Wirbelsäulenerkrankungen, Lähmungen
Nach einer Wirbelsäulenoperation und auch bei nicht operativ behandelten Rückenproblemen wirkt die Physiotherapie dem massiven Muskelabbau entgegen und ermöglicht eine raschere Wiederherstellung der Funktion. Koordination und physiologische Reflexmuster werden schrittweise trainiert. Risikorassen für Bandscheibenschäden (z.B. Dackel) profitieren auch von einer prophylaktischen Physiotherapie („Rückenschule“) um das Risiko für ein Rückenleiden zu minimieren.
Aufbautraining in der Wachstumsphase
Die Gelenke junger Hunde sind in der Wachstumsphase besonderen Belastungen ausgesetzt. Ein tierärztlich überwachtes Therapieprogramm kräftigt alle Strukturen des Bewegungsapparates und wirkt so Fehlbelastungen und einem frühzeitigen Gelenkverschleiß entgegen.
Der alte Hund
Mit zunehmendem Alter wird auch beim Hund die Leistungsfähigkeit geringer: Seh- und Hörsinn sowie die Mobilität des Vierbeiner lassen nach.
Altern ist keine Krankheit aber einige Krankheiten kommen im Alter häufiger vor!
Wenn Ihr Hund mehr schläft und nicht mehr spazieren gehen möchte sollte geklärt werden, ob ein Herzfehler, eine hormonelle Störung oder eine Erkrankung des Bewegungsapparates vorliegt. „Verschleißerscheinungen“ wie z.B. Arthrosen, Spondylosen etc. sind zwar nicht heilbar, aber bei gezielter Physiotherapie durchaus kein Grund, den Lebensabend im Hundekörbchen zu verbringen!
Daneben verbraucht der ältere Hund durch den verlangsamten Stoffwechsel weniger Energie, d.h. wir sollten ihm auch weniger zuführen. Mit seinem Idealgewicht hat auch der Senior mehr Bewegungsfähigkeit und damit Lebensqualität.
Ein alter Hund sollte häufiger und dafür kürzer ausgeführt werden. Daneben braucht der alter Hund ständige geistige Anregungen, damit er sein Gehirn fit hält und nicht einrostet. (Bälle nicht so weit werfen, Zeitung statt Baumstämme tragen lassen, Suchspiele etc.). Ein Agility-Parcours kann altersgemäß umgestaltet werden: ihrem Senior ist es egal wie hoch die Hindernisse sind und wie schnell er die gestellte Aufgabe meistert, wenn er hinterher nur sein Lob bekommt.
Leistungshunde
Leistungshunde im Sport, bei der Jagd und im Einsatz als Diensthunde sind besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Die gezielte Trainingsbegleitung beugt Schäden durch Überlastungen vor und hilft die Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.